Die Litauische Kryptowährung Und Das Blockchain-System Sind Bereits Hier

Letzte Woche wurden die ausgegebenen Tokens – ICO (en. Initial Coin Offering) präsentiert und die nicht-gemeinnützige Organisation (NPO) Geens hat dadurch ein großes Interesse auf sich gezogen. Das von dem Gründer von verschiedenen Projekten in der Europäischen Region bzw. dem Erfinder der neuen Technologien Herrn Jaak Geens und Herrn Doz. Dr. Linas Bukauskas der Fakultät für Mathematik und Informatik, Universität Vilnius (VU) entwickelte System ist nicht nur an diejenigen gerichtet, die privaten Datenschutz bevorzugen, sondern auch an die Personen, welche in Tokens investieren möchten.

Jaak Geens

Von einem Duo bestehend aus zwei Erfindern und unterstützt von der Firma UAB Strategeens-Team wird ein noch junges System entwickelt und verbessert; jedoch nach Meinung von Herrn Bukauskas nicht jeder wagt es, dem System zu vertrauen: „ICO Projekte werden oft nur als eine Idee der nicht vorhandenen Dienstleistungen gesehen. Selten kommt es vor, dass Tokens über ein bereits existierendes Produkt vertrieben werden. Unabhängig davon, dass durch Marketingtricks der Anreiz für Investitionen in relevante Projekte entsteht, sind sie wertlos und diejenigen Leute, die über die Zukunft nachdenken, wissen es. Was wir natürlich tun, ist die Entwicklung eines Ökosystems, basierend auf folgende Schwerpunkte: Schutz personenbezogener Daten; Tokens, durch welche die Mitglieder vereinigt sind; ein breiter Auswahl von Möglichkeiten; das System kann eine Revolution in Litauen als auch in Europa auslösen. Durch die Unternehmen von USA Silicon Valley werden bahnbrechende Technologien (auf Englisch) „disruptive technologies“ weiterentwickelt, daher wird von jedem Erfinder als ein selbstverständliches Ziel die Entwicklung von Innovationen, die zu zukünftigen Änderungen im Technologiebereich beitragen, festgesetzt. Und das ist genau das, was wir in Vilnius tun.“

Die von Herrn Bukauskas aufgelisteten Dienstleistungen basieren auf Neuigkeiten aus der IT-Branche, welche eine Revolution ausgelöst haben. Das sind: Blockketten/Blockchain-Technologie, elektronischer Siegel und Signatur, Datenbankauswertung (en. Data Mining), erstes litauische Token, welches im Geens-Ökosystem zur Verfügung steht. Die ganze Geschichte von Anfang an wird hier ausführlich von den Entwicklern erläutert.

Eine Alternative zur elektronischen Signatur und Patenten

Die Blockkette/Blockchain – Technologien werden zunehmend als die größte Innovation seit Entstehung von IT betrachtet, jedoch nach Meinung von Herrn Dr. Bukauskas, es handelt sich um eine nicht komplizierte Blockstempelung in der Zeit, wenn unser aller Zukunft und die Zukunft der Internetmöglichkeiten davon abhängt, wie gut wir auf die Blockchain – Funktionsmerkmale zugreifen. Dies wird besonders deutlich durch Inkrafttreten der Datenschutz – Grundverordnung (GDPR) vom 25. Mai 2018 und der nationalen Gesetzgebung, die Rechte von Endnutzern und Verbrauchern auf Datenschutz und relevante Verpflichtungen gegenüber sie regeln.

„Blockchain, als ein dezentrales und öffentliches Speichersystem von Transaktionen ermöglicht Ihnen, jede Interaktion auf der Geens-Plattform zu erfassen, so Dr. Bukauskas. Jede Ihrer Interaktionen im Ökosystem, ob positiv oder nicht, wird mit einer nur für Sie zugänglichen Signatur versehen. Diese Blockchain-Information ist der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt; Interaktionen sind aber als privat eingestuft, sodass sie nur von Ihnen zu entschlüsseln sind.“

Weitere Blockchain – Ansätze finden sich beispielsweise bei Dateiübertragung, Geldtransaktion oder bei dem Inhalt- bzw. Zeitstempel. Geens ist insofern einzigartig, dass es erlaubt, jede geschützte Datei, beispielsweise ein Foto, ein Dokument, ein Kunstwerk u. a. mit einem ausschließlichen Inhalt- und Zeitstempel zu versehen. Die Auswahl wird durch Markieren im Blockchain – System angezeigt, so dass der Vorrang an Sie übertragen wird. Daraus folgt insbesondere, dass nachdem Sie eine manipulierte Kopie der Datei gefunden haben, können sie beweisen, dass Sie der Erste waren, der sie erstellt und markiert hat”, so Herr Geens.

Partner von Herrn Jaan Geens und Geen-Projektmanager Herr Mindaugas Januška führt aus, dass Grafiker am häufigsten mit diesem Problem konfrontiert werden, weil sie die digitale Werke schaffen, anschließend sie den potentiellen Kunden anzuschauen lassen und später auf Kopien ihrer Werke stießen: „Wasserzeichen helfen hier oft nicht. Die im Geens – System verfügbare Markierung ermöglicht es, sicherzustellen, dass ein Werk nur auf das Eigentum eines bestimmten Grafikers und niemanden sonst zurückzuführen ist.“

GEE-Token als Währung von Mitgliedern

Neben dem Ökosystem, welches von Geens für datenschutzbewusste Mitglieder geschaffen ist, wird auch die Währung GEE – Token hier verfügbar sein. Die Währung ist mit Äther (en. Ether) verbunden.

„Die Menschen heutzutage wollen selbst die Verantwortlichkeit für eigene Daten tragen. Sie sind schon satt davon, dass Google, Facebook, Microsoft und andere Unternehmen auf ihre Daten auf beliebiger Weise zugreifen können und davon auch profitieren. Wir bieten Mitgliedern an, als Anbieter von eigenen Daten zu fungieren, sämtliche Datenrechte zu besitzen und eigenständige Entscheidungen darüber zu treffen, an wen, wann und welche Daten zu verkaufen sind“, so Herr Dr. Bukauskas.

Da Geens eine gemeinnützige Organisation ist, werden alle Gewinne aus legal verkauften personenbezogenen Daten unter Mitgliedern der Organisation auf der Plattform verteilt.

Nach Herrn Dr. Bukauskas, wird es für analytische Unternehmen möglich, Geens wegen Ankauf von Nutzerdaten für eine Datenanalyse anzusprechen. Nach Eingang der Genehmigung müssen die Unternehmen eine bestimmte Menge von GEE – Tokens kaufen und die Nutzer sind daher bereit, ihre Zustimmung bzw. Nicht-Zustimmung zum Verkauf von relevanter gespeicherten Information ohne Preisgabe der wahren Identität zu erklären. Wird die Zustimmung erteilt, so bekommen die Nutzer einen bestimmten Prozentsatz der von den Analyseunternehmen gekauften Tokens zurück.

„Die Tokens dienen insbesondere dazu, den in einer Plattform erbrachten Service zu bezahlen”, so Herr Dr. Bukauskas. Später mit einer wachsenden Anzahl von Mitgliedern sind auch von den Mitgliedern erbrachte persönliche Dienstleistungen zu bezahlen. Zum Beispiel Sie können die Gesundheitskarte an einem für sich und Ihren Arzt zugänglichen Ort aufbewahren in dem Fall, wenn Sie und Ihr Arzt auf der Plattform angemeldet sind; im Hinblick auf die Zukunft wird die Möglichkeit gegeben, teilweise auch mit GEE – Tokens zu bezahlen. Der Arzt kann die Tokens auf der Plattform selbstständig verwenden oder gegebenenfalls in andere Währungen tauschen.“

Auf der Suche nach Investoren

Linas Bukauskas

Von NPO Geens wurde ein Mandat an in Litauen registrierte und tätige Firma UAB Strategeens für die Durchführung des Projektes (en. Initial Coin Offering), erstes Inverkehrbringen von Tokens auf dem Markt erteilt. Auf diese Weise eingegangene Mittel würden zur Fortsetzung der Forschung und Entwicklung von Geens Ökosystem-Komponenten, zur Umsetzung der festgesetzten und zur besonderen Erfüllung der Erwartungen von ihren Unterstützern beitragen. Daher werden zurzeit von der Gemeinschaft Investoren gesucht, die nicht nur auf Mitgliedschaft bei Geens wegen Schutz von eigenen privaten Daten, sondern auch auf einen unmittelbaren Nutzen in der Zukunft interessiert sind.

In Litauen wird das Projekt besonders von der Zentralbank Lietuvos Bankas, Fakultät für Mathematik und Informatik von Universität Vilnius, der Vertretung der Europäischen Kommission (EK) in Vilnius und ihren Leiter Herrn Arnoldas Pranckevičius unterstützt. Auf europäischer Ebene ist Geens auch auf ein großes Interesse gestoßen: für derartige Initiative wurden Geens-Vertreter in Konferenzen und anderen Veranstaltungen von dem ersten Präsidenten der Europäischen Kommission, dem ehemaligen belgischen Premierminister Herrn Herman Van Rompuy und dem Wirtschaftswissenschaftler, Professor an der Universität von Louvain in Brüssel Herrn Herman Daems, welche an Konferenzen und anderen Veranstaltungen teilgenommen haben, gelobt.